Im Sommer ist es am einfachsten, einen Job zu finden – das ist die Hochsaison für alles von Tourismus und Gastronomie bis hin zu Landwirtschaft und Fitness. Golfclubs zum Beispiel brauchen in dieser Zeit doppelt so viele Mitarbeiter, und allein in Amerika bedeutet das zusätzliche 200.000 Jobs jeden Sommer.
Hier ist ein Ranking der besten Nebenjob-Möglichkeiten für den Sommer, inklusive Optionen, bei denen du nicht direkt mit Kunden arbeiten musst.
Als Golf-Caddy arbeiten
Als Golf-Caddy hast du angenehme Arbeitszeiten, gutes Trinkgeld und einen entspannten Job, bei dem du im Grunde nur über den Platz läufst und dich ein bisschen unterhältst. Die meisten Golfplätze stellen auch Nachwuchs-Caddys ohne Golf-Erfahrung ein, du musst also kein Profi sein.
Die größte Herausforderung ist, den Job überhaupt zu finden. Diese Stellen werden selten online ausgeschrieben. Am besten gehst du so vor: Such dir alle Golfplätze in deiner Nähe raus und schick ihnen eine höfliche E-Mail, ob sie für den Sommer Caddys suchen.
Rasenmähen als Service anbieten
Rasenmähen ist ein entspannter Sommerjob ohne langfristige Verpflichtungen, mit flexiblen Zeiten und solidem Verdienstpotenzial. Funktioniert am besten in Vorstadtgebieten und du brauchst halt einen Rasenmäher als Anfangsinvestition – einfache Modelle kriegst du schon ab 140 Euro.
Am direktesten ist es, den Mäher einzupacken und einfach von Tür zu Tür zu gehen, Straße für Straße. Die Preise hängen von der Gegend ab: 28 Euro sind ein vernünftiger Startpreis für einen durchschnittlichen Rasen, während du in wohlhabenderen Vierteln locker 65 Euro verlangen kannst.
Geld verdienen mit Gassi gehen
Gassi gehen hat ähnliche Vorteile wie Rasenmähen: Arbeit draußen, angenehme Zeiten und ordentlicher Verdienst. Der Hauptunterschied ist, dass du mehr Aufwand brauchst, um Kunden zu finden. Lokale Flyer und Plattformen wie NextDoor können helfen, aber spezialisierte Apps wie Wag und Rover bringen meistens bessere Ergebnisse.
Auf diesen Plattformen hängt der Erfolg stark von deinem Profil ab. Ein freundliches Foto, eine klare Beschreibung deiner Erfahrung mit Haustieren und ein wettbewerbsfähiger Startpreis (bevor du Bewertungen gesammelt hast) machen echt einen großen Unterschied.
Kinderbetreuung finden
Kinderbetreuung gehört zu den bestbezahlten Gelegenheitsjobs, und die Nachfrage steigt im Sommer massiv, wenn Eltern während der Schulferien Betreuung brauchen. Babysitten ist der einfachste Einstieg, und wenn du abends verfügbar bist und bereit, mehrere Kinder zu betreuen, kannst du deutlich mehr verdienen.
Für alle, die offen für Auslandsarbeit sind: Au-pair-Stellen bieten Unterkunft und Transport im Austausch für Kinderbetreuung und etwas Sprachunterricht. Neben deinem persönlichen Netzwerk erweitern Plattformen wie Care.com die verfügbaren Möglichkeiten erheblich.
Als Kellner im Country Club arbeiten
Als Kellner im Country Club zu arbeiten ist körperlich anstrengend – durchgehende Schichten und hohe Kundenerwartungen. Dafür sind die Trinkgelder aber konstant besser als in den meisten anderen Gastro-Jobs, was es zur besten Option macht, wenn du schon Erfahrung im Service hast.
Diese Jobs findest du selten online. Am effektivsten ist es, lokale Clubs direkt zu kontaktieren und zu fragen, ob sie für die Sommersaison einstellen.
Spar dir die Miete durch House Sitting
House Sitting ist eigentlich eher Pet Sitting. Du wohnst für ein paar Wochen oder Monate in der Wohnung von jemand anderem und passt auf deren Haustiere auf – dafür zahlst du keine Miete. Die meisten Angebote auf TrustedHousesitters laufen genau so ab.
Klar, du verdienst damit nicht direkt Geld, aber was du an Miete sparst, kann sich echt sehen lassen.
Job im Sommercamp
Sommercamps stellen jede Saison massenhaft Leute ein und suchen gezielt nach Studenten, die gerade aus dem Semester zurück sind und genug Energie für den Job haben. Die Bezahlung ist solide für Tutor- und Betreuer-Positionen, aber du musst halt die ganze Zeit vor Ort sein und Vollzeit arbeiten.
Normale Jobbörsen funktionieren dafür gut, oder du schaust bei spezialisierten Verzeichnissen wie American Summer Camps. Manche religiös ausgerichteten Camps formulieren ihre Stellenanzeigen absichtlich schwammig, also lies dir die Angebote genau durch, bevor du dich bewirbst – spart Zeit.
Als Kellner in einer Strandbar arbeiten
Als Kellner in einer Strandbar verdienst du zwar nicht die Mega-Trinkgelder wie im Country Club, aber dafür ist die Arbeit entspannt, du bist draußen und die Gäste sind locker drauf. Die meisten Strandbars laufen ziemlich casual, also brauchst du keine Vorerfahrung in der Gastro.
Das Wichtigste ist, dass du in der Nähe von einem beliebten Strand wohnst. Ansonsten brauchst du keine besonderen Qualifikationen, um anzufangen.
Als Schwimmbad-Mitarbeiter jobben
Jede Stadt hat ein öffentliches Schwimmbad, und jeden Sommer werden dort Aushilfen gesucht. Du brauchst keinen Strand in der Nähe. Die Arbeit ist entspannt – du läufst durch die Anlage, gibst Handtücher aus und behältst die Besucher im Auge.
Das Gehalt liegt knapp über Mindestlohn mit kaum Trinkgeld, aber der Job ist stressfrei und perfekt für alle, die einen unkomplizierten ersten Sommerjob suchen. Wichtig: Schwimmbad-Mitarbeiter ist was anderes als Bademeister. Für die Bademeister-Lizenz brauchst du einen 40-Stunden-Kurs, und der Gehaltsunterschied zwischen beiden Jobs ist oft minimal.
Im Hotel arbeiten
Hotels haben im Sommer zuverlässig mehr Buchungen, auch in nicht-touristischen Gegenden, und stellen meistens für verschiedenste Bereiche ein. Gästebetreuung, Rezeption, Reinigung und Haustechnik – da öffnen sich oft gleichzeitig viele Türen.
Am besten schreibst du Hotels in deiner Umgebung direkt per E-Mail an und fragst nach Saisonjobs. Diese Stellen tauchen selten auf normalen Jobbörsen auf, und die Auswahl ist oft größer als gedacht.
Bewirb dich für Saisonarbeit im Freizeitpark
Freizeitparks stellen im Sommer massiv ein – Saisonjobs gibt's an der Kasse, im Food-Bereich und in der Geländepflege. Die Arbeit ist größtenteils draußen und ziemlich chillig, wobei operative Jobs wie Fahrbegleiter meistens an Leute gehen, die schon länger dabei sind.
Größere Parks wie der Europa-Park oder Heide Park haben eigene Karriereportale für Saisonjobs. Dort direkt nachzuschauen ist der schnellste Weg zu freien Stellen.
Tickets an historischen Stätten verkaufen
Historische Stätten in Touristengebieten stellen jeden Sommer meistens Aushilfen für den Ticketverkauf ein. Die Arbeit ist entspannt, die Arbeitszeiten sind angenehm und die Besucher sind in der Regel total unkompliziert.
Der Einstieg ist easy: Schau einfach auf der Website nach den Kontaktdaten und schick ne freundliche Mail, in der du nach Sommerjobs fragst.
Autowaschdienste anbieten
Autowaschen ist körperlich anstrengender als man denkt, deshalb landet es auf der Liste etwas weiter unten im Vergleich zu anderen Outdoor-Nebenjobs. Wenn du bereit bist, dich reinzuhängen, läuft's ähnlich wie beim Rasenmähen: Pack deine Ausrüstung ein und geh von Tür zu Tür. Posts auf NextDoor können das Ganze noch ergänzen.
Ein guter Startpreis ist 13,05 € für ne einfache Außenwäsche, und Innenraumsaugen kannst du als Extra für etwa 8,70 € mehr anbieten.