Armando Broja (Burnley, 23 Mio. €)
23 Millionen für einen Stürmer mit acht Toren in 76 Premier-League-Spielen – das ist echt schwer zu rechtfertigen. Burnley-Trainer Scott Parker meinte, Broja braucht noch mehr Training, bevor er spielbereit ist. Nicht gerade das, was du hören willst, wenn dein Verein ums Überleben kämpft.
Broja hat eine ziemlich heftige Verletzungshistorie, also macht die vorsichtige Herangehensweise schon Sinn. Aber die Torquote ist trotzdem fragwürdig, egal wie fit er ist. Bei seiner Leistung passt der Transfer eher in die Championship als in einen Abstiegskampf in der Premier League.
Jordan Henderson (Brentford, ablösefrei)
Ablösefrei klingt erstmal gut, aber Brentfords Sommer war schon vor Henderson ein Desaster. Der Verein hat Bryan Mbeumo, Christian Nørgaard und Mark Flekken verloren – alles im selben Transferfenster. Und dann ging's direkt mit einer 1:3-Pleite gegen Nottingham Forest los.
Henderson ist jetzt 35, kam nur gut 20 Minuten zum Einsatz und sah nicht wirklich spielfit aus. Klar, er bringt Erfahrung und Führungsqualitäten mit, aber das hilft nur bedingt, wenn du erstmal deinen halben Kader ersetzen musst.
Florian Wirtz (Liverpool, 125 Mio. €)
Liverpools 125-Millionen-Neuzugang hatte ein ziemlich unauffälliges Debüt beim 4:2-Sieg gegen Bournemouth. Hugo Ekitike traf zweimal und legte noch eins auf, Mohamed Salah traf auch, und Wirtz? Hat kaum Spuren hinterlassen, bevor er ausgewechselt wurde.
Sein Ersatz Federico Chiesa hat dann noch das letzte Tor gemacht. Wirtz wird noch mehr Chancen kriegen, sich einzugewöhnen, aber bei Liverpools Offensiv-Power ist sein Stammplatz nicht garantiert, wenn's nicht läuft.
Noni Madueke (Arsenal, 56 Mio. €)
Madueke saß erstmal auf der Bank und hatte nur gut 30 Minuten, um sich zu zeigen. Mit 23 hat er noch Zeit, sich zu entwickeln, aber 13 Premier-League-Tore in 68 Spielen bei Chelsea rechtfertigen keine 56 Millionen.
Arsenal-Fans warten immer noch darauf zu sehen, was ihn von günstigeren Alternativen unterscheidet. Ein schwacher Start hilft da nicht gerade weiter.
Benjamin Šeško (Manchester United, 85 Mio. €)
Manchester United hat geschätzte 85 Millionen für Benjamin Šeško hingeblättert – und dann im ersten Spiel Mason Mount vor ihm aufgestellt. Šeško saß auf der Bank und schaute zu, wie United Mount als falsche Neun einsetzte.
Ob das jetzt Ruben Amorims Einschätzung von Šeško widerspiegelt oder nur ein taktisches Experiment war – der slowenische Nationalspieler muss sich jetzt durch Leistung in die Startelf kämpfen. Amorim hat schon gezeigt, dass er auch teure Spieler auf der Bank lässt, also steht Šeško jetzt schon unter Druck zu liefern.